Das Universum braucht uns nicht

Metaphysische Fiktion Teil …whatever

Irgendwie geht mir das ganze Gerede von Quantenmechanik so langsam auf den Keks. Nein, nicht der seriöse Teil, der ernsthaft versucht, herauszufinden, wie diese Verschränkung funktioniert (ist im Grunde wahrscheinlich was ganz Banales, was auf dem Prinzip der Dualität beruht, aber so weit sind die Physiker und Mathematiker noch nicht).

Nein, ich meine diese Esoteriker und anderen, die meinen, das Prinzip der Superposition einzig und allein dadurch auflösen zu können, indem man sagt, dass man nur hinsehen muss.

Wenn ich morgens nicht in den Spiegel schaue, dann existiere ich trotzdem. Ich habe es mehrfach versucht, meiner Existenz zu entkommen und den Blick in den Spiegel verweigert, aber es hat nicht funktioniert, dass ich plötzlich nicht mehr bin. Das „Nicht-in-den-Spiegel-schauen“, was ich durchaus häufiger praktiziere um meine Theorie zu bestätigen, hat nicht nur widerlegt, dass Existenz von der reinen Beobachtung abhängig ist, sondern auch eindrucksvoll bewiesen, dass ich für den ganzen Tag ziemlich scheiße aussehe, wenn ich mich morgens nicht richtig anschaue. Es findet bei Nicht-Beachtung also eine Verschlechterung des Zustands statt.

Mein Fazit: wenn ich morgens nicht in den Spiegel schaue, verharre ich nicht im Zustand der Möglichkeiten, sondern renne für den Rest des Tages mit doofen Haaren und unperfektem Make-up herum. Mehr nicht. Und ich denke, was für mich gilt, einer Ansammlung von Trillionen Teilchen, lässt sich problemlos auf ein einziges Teilchen herunterbrechen.

Bleibt nur noch die Frage nach dem Parallel-Universum…aber auch dazu habe ich nun erste Ergebnisse: Ich kann gleichzeitig in dieser Realität und in meinem Parallel-Universum sein. Ich werde gesehen, angesprochen und ich kommuniziere wie immer, bin aber gleichtzeitig gar nicht da und irgendwo anders.

Wenn also meine Kollegen mich ansprechen und mich was fragen – oder die Schüler – existiere ich durch ihre Ansprache und Interaktion in diesem Universum, aber gleichzeitig auch in meinem Parallel-Universum. Sobald sie weg sind und ich für mich, bin ich wieder woanders und existiere in dieser Welt nicht.

Aber es gibt auch hier einen Nebeneffekt: wenn ich in einem Parallel-Universum bin, bin ich weder hier noch dort vollständig anwesend und funktioniere in beiden Universen nur halb. Das passt zu der Beobachtung, dass ich kein vollkommenes Wesen bin, wenn ich mich morgens nicht im Spiegel ansehe. Vielleicht ist das der Ansatz, den die Mathematiker und Physiker mal untersuchen sollten: wie vollständig und funktionstüchtig das Teilchen ist, wenn es im Zustand der Superposition festsitzt. Ich vermute, es geht ihm dann nicht so gut und es hat wirre Haare und verschmierte Mascare. Ich denke, das ist ein besserer Ansatz und führt eher zu brauchbaren Ergebnissen, als all diese seltsamen Spekulationen – und einige Forscher haben ja auch schon erste Arbeiten dazu veröffentlicht. Es wird…


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